Grundstein für eine tolerante und demokratische Gesinnung gelegt

Entlassfeier an der Mittelschule

Straßkirchen. (wg) Mit einem von den Jugendlichen mitgestalteten Gottesdienst begann am Montag in der Pfarrkirche St. Stephanus die Entlassfeier für die zehn Schülerinnen und zwölf Schüler der Mittelschule. Nach dem Evangelium über die verschiedenen Talente stellte Pfarrer Michael Killermann seine Ansprache unter das Thema „Du entscheidest!“ Darin betonte er, dass jeder für ein gelingendes Leben selber die Hauptverantwortung trage und man sich dieser Verantwortung auch mutig stellen müsse, sei es bei Entscheidungen zur Berufswahl oder zum Freundeskreis. „Gottes guter Segen begleite dich auf deinem Lebensweg!“ waren seine Abschiedsworte. Rektor Martin Mühlbauer und Religionslehrerin Claudia Sassik hatten zum Schluss für jeden Jugendlichen eine Wunschtüte mit sieben Symbolen für die Zukunft vorbereitet, vom Bindfaden bis zum Heilpflaster.

Die anschließende Abschlussfeier in der Schulaula wurde gekonnt von den Schülern Simon Heilmeier und Dennis Mate aus der 7. Klasse moderiert. Schulleiter Martin Mühlbauer konnte dazu die umfangreiche Schulfamilie einschließlich der Gemeindevertreter und der Ehrengäste begrüßen. Anknüpfend an eine Kunstaktion bestätigte er den Absolventinnen und Absolventen, dass sie durchaus schon ihr eigenes Profil gefunden hätten, das nun mit Fleiß und Ausdauer weiterzuentwickeln wäre. In einer „letzten Unterrichtsstunde“ gab er ihnen dazu Ratschläge des Philosophen David Precht mit auf den Weg, der in einer immer komplexer werdenden Welt die Bedeutung von Neugier, Kreativität, Originalität, Teamgeist und Mut betont. „Ich hoffe, dass bei euch in den neun Jahren Schulzeit der Grundstein für eine tolerante und demokratische Gesinnung gelegt wurde“ beendete Mühlbauer seinen Abschied von den Jugendlichen, die er als „aufgeschlossene, zugängliche und angenehme Klasse“ erlebt hätte.

Für die Gemeinde Straßkirchen und die Vertreter von Irlbach und Oberschneiding, Peter Bauer und Ewald Seifert, sprach der 1. Bürgermeister und Schulverbandsvorsitzende Dr. Christian Hirtreiter. Seine Glückwünsche zum bestandenen Abschluss verband er mit Gedanken zu einem Wort von Ernest Hemingway: „Niemand weiß, was in einem steckt, solange er nicht versucht hat, es herauszuholen“. Als Kinder des 21. Jahrhunderts würden heutige Jugendliche vor großen Herausforderungen, aber auch vor ungeahnten Möglichkeiten stehen, zu deren Bewältigung die Schule ein solides Fundament geschaffen hätte.

Mit einem großen Lob verabschiedete sich die Klassenleiterin Christine Hammer von ihren Schülerinnen und Schülern, die sie die letzten drei Jahre betreut hatte. Den Jugendlichen bescheinigte sie Schlüsselqualifikationen wie Zuverlässigkeit, Leistungsbereitschaft oder Durchhaltevermögen, aber auch soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Höflichkeit oder Konfliktfähigkeit. Sie zitierte Stephen Hawking mit dem Satz: „Erinnert euch daran, nach oben in die Sterne zu blicken und nicht nach unten auf eure Füße!“ Nach umfangreichen Dankesworten an alle Unterstützer verabschiedete sie sich und sagte: „Es war mir eine Ehre, euch die letzten drei Jahre als Klassenlehrerin begleiten zu dürfen!“

Mit einer professionellen Präsentation weckte der Abschlussschüler Florian Schuller Erinnerungen an die vergangenen Jahre, vom ersten Schultag bis zur Abschlussfahrt an den Gardasee und erhielt dafür großen Beifall. Bereichert  wurde die Abschlussfeier durch das Klavierspiel der Schülerin der 7. Klasse Katharina Eiser und durch den Tanz der 6. Klasse, einstudiert von Brigitte Müller.  Mit kleinen Geschenken brachten die Abschlussschüler ihren Dank an die Lehrkräfte und an die vielen Helferinnen und Helfer zum Ausdruck. Bei der abschließenden Zeugnisverleihung an die insgesamt sehr erfolgreiche Klasse wurden die drei Jahrgangsbesten mit einem Geschenk besonders geehrt: Florian Schuller mit einem Notendurchschnitt von 1,1, Simon Reichl mit 1,8 und Estella Hess mit 1,9. Der fröhliche Abschluss der Entlassfeier war traditionsgemäß wieder der Ball auf einem Donauschiff.